Dienstag, 8. März 2016

Agent of Who?

Also das mit dem Internet, das ist schon gar nicht so schlecht. Habe ich mir damals gedacht, als ich mich mühsam einwählen konnte, um dann nach meinen Lieblingsthemen zu stöbern. Und siehe da, es gabe Leute, die fanden Star Trek Voyager genauso faszinierend wie ich. Und schon war dieses kleine Nerd Mädchen nicht mehr alleine mit ihren inneren Welten, sondern hat Gleichgesinnte gefunden. Eine davon war die uns allen bekannte Brigitte.

Damals musste man sich am besten die Internetadresse einer geliebten Seite merken, denn wer wusste schon, ob die Suche sie jemals wieder ausspucken würde. Heute gebe ich "Agents of SHIELD" ein, und werde erschlagen mit Artikeln, Promos und Bildern. Yay, schöne neue Welt.


Wann habe ich gemerkt, dass ich ein Nerd bin?
Sagen wir so: ich hätte er merken können, als ich bereits mit 10 oder 12 Jahren die beiden Filme 'A Chorus Line' und 'Rocky Horror Picture Show' ungefährt vier dutzend Mal gesehen habe, bis das Band der VHS Kassette völlig abgenudelt war. Aber damals hieß es halt noch nicht Nerd, sondern 'ein bisschen verrückt'.
Einige Jahre später habe ich Videotheken der ganzen Stadt nach Stark Trek: Voyager VHS-Kaufkassetten abgefahren, um meine Sammlung zu vervollständigen. Das war schon relativ nerdig.
Als ich dann aber später bereits den vierten Re-run der gesamten Buffy the Vampire Slayer Serie hinter mir hatte, ist es mir doch aufgegangen, dass da was in mir verborgen sein könnte. Ein kleiner Nerd, ein verrückter Geek, ein enthusiastisches Fangirl. Und das wurde dann kräftig gefüttert über das Internet, ist stetig gewachsen und gediehen bis zu dem Punkt, dass ich meine ganzen inneren Monologe über Serien, Filme, Bücher und Podcasts in einem Blog auslagere, weil sie sonst mein Hirn verstopfen.

Was braucht mein innerer Nerd um glücklich zu sein?
Das ist einfach: Spaß, Handlung, Charaktere. 
Manches gucke oder lese ich einfach, weil es mir Spaß macht. Oder ganz modern ausgedrückt: meine guilty pleasures. 
Aber noch besser wird es, wenn sich Handlung und Erzählgeschick dazu gesellen. Ich habe angefangen Geschichten zu analysieren, zu zerpflücken, zu bewundern, und manchmal auch weiter zu spinnen. 'Storytelling' ist was mich fasziniert, und wenn ein Writer es schafft eine gute Geschichte zu erzählen, dann hat er oder sie mich gewonnen.
Und natürlich Charaktere. Ich will mich in sie verlieben können, ihre Freundin sein wollen, sie abgrundtief hassen, mit ihnen mitleiden oder mich angeekelt abwenden können. In jedem Fall brauche ich starke Charaktere, die mich in ihren Bann ziehen. Und deren Ableben - hallo George R.R. Martin und Joss Whedon - ein Loch in mein Nerd-Herz bohrt.
Sind mindestens zwei der obigen drei Aspekte erfüllt, hat mich eine Serie, Buch, Film oder Fandom meist für sich gewonnen. Und ich kann sehr loyal sein, solange man mich damit weiter füttert.

Was bewegt mein Nerd-Herz am meisten?
Alles, auf dem entweder 'Marvel' steht oder 'Joss Whedon' weckt auf jeden Fall mein Interesse. Umso mehr, wenn die beiden Begriffe sich kreuzen, weshhalb ich 'Agents of SHIELD' für immer die Treue halten werde. 
Mit Star Trek bin ich groß geworden (auch wenn 1,69m nicht wirklich groß ist) und Serien wie Doctor Who, Agent Carter, Friends, Orange is the New Black, Sleepy Hollow, Misfits, oder Orphan Black haben einen ganz großen Platz in meinem Herzen und meinem Kopf.

Wenn ich mich klonen könnte....wäre ich Helena von Orphan Black...nein, dann würde ich mir zusätzlich noch alle Comics der Welt reinziehen. Comics (oder Graphic Novels) sind eine wunderbare Art um Geschichten zu erzählen - oder in manchen Fällen Serien fortzusetzen wie bei Buffy.

Autorin: Karin

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