Dienstag, 14. Juni 2016

Sinn und Sinnlichkeit

aka Alan Rickman sah nie besser aus und Hugh Grant hatte 90 Minuten lang einen Stock verschluckt

 Bild: imago/EntertainmentPictures

Jane Austen war hier in Hochform, denn noch besser hätte man das Leben und die Menschen um 1800 kaum beschreiben können.
Gier, Intrigen, Lügen, Liebe, Schicksale und natürlich, wie es damals halt war: Geerbt haben nur die Söhne, Töchter durften zwar nicht arbeiten, aber sie erbten auch nichts. Sie hatten nur die Möglichkeit, zu heiraten, damit sie etwas zum Leben, zu Essen, ein Zuhause hatten. Naja, wenn sie Glück hatten, bekamen sie Unterhalt vom Erben, solange das ein intrigantes Miststück nicht zu verhindern wusste. Also alles nicht so einfach.
Zum Überleben gehörte wohl auch – zumindest für manche Töchter – eine gewisse Raffinesse. Unter dem Deckmantel der Freundlichkeit und gesuchter Freundschaft wurde intrigiert, was das Zeug hielt, nur damit es mit der Ehe und dem versorgt sein auch wirklich klappen könnte. Da kann man sich so richtig schön aufregen, mitleiden, mitfiebern und auf ein hoffentlich gutes Ende für alle Beteiligten hoffen.

Sehenswert ist auch die Kleidung, vor allem bei den Männern mit ihren schicken Uniformen. Das ist schon was anderes als heutzutage zum Beispiel schlecht sitzende Jeans, die bis zu den Knien durchhängen. Und die tollen Hüte …

Ich finde ja immer toll, wie damals die Feste gefeiert wurden. Wunderschöne Musik, und die Tänze, das hatte Stil und Eleganz. Und vor allem war es nicht so laut, sodass Unterhaltungen, die ja ein Großteil dieser Festlichkeiten ausgemacht haben, immer möglich waren.

Da wünscht man sich doch in diese Zeit zurück, wenn nur nicht die Sache mit dem nicht arbeiten dürfen und heiraten müssen wäre.

Die Filmadaption von 1995, für die die großartige Emma Thompson, die auch eine der Hauptrollen spielte, den Oscar für die beste Drehbuchadaption bekam, zählt zu meinen persönlichen 10 Lieblingsfilmen. Hier passt einfach alles! Naja außer Hugh Grant, den ich eher amüsant finde, weil er sich in seinem Kostüm als Edward Ferrars sichtlich unwohl fühlte. Lieber Hugh Grant, lass dir das doch bitte nicht immer so anmerken.

Bild: Columbia Pictures

Alan Rickman als Colonel Christopher Brandon (was für ein Name, fast so schön wie Brandon Flowers) sah nie besser aus, Kate Winslet als Marianne Dashwood war einfach nur zauberhaft und man konnte so schön mit ihr mitleiden. Hugh „Dr. House“ Laurie war mit Baby im Arm bzw. mit beiden Armen weit von sich gestreckt, oder ständig quasselnder Ehefrau einfach nur herrlich.

Und dann die Namen der ganzen Charaktere, so schön britisch: Elinor Dashwood, Marianne Dashwood, Edward Ferras, Colonel Christopher Brandon, Sir John Middleton, Mrs. Jennings, Lucy Steele, Thomas Palmer und John Willoughby – sie passen einfach perfekt zur Story und …

… wisst ihr was? Ich schreibe jetzt nicht weiter, weil ich jetzt einfach den Film schauen muss!


Autor: Brigitte




Sonntag, 12. Juni 2016

William Shatner: Leonard

Leonard: My Fifty-Year Friendship with a Remarkable Man


Englische Bücher lesen ist normalerweise nicht unbedingt meine Lieblingsbeschäftigung. Meist ist es mir zu anstrengend, weil ich nicht alles verstehe, langsam lesen muss, Seiten wiederholen muss und Wörter nachschlagen muss, damit ich sie richtig verstehe.

Mit diesem Buch von William Shatner über seinen Freund und Kollegen Leonard Nimoy war es anders. Erstens musste ich das Buch lesen, weil ich es von einem sehr lieben Menschen geschenkt bekomme habe und zweiten interessierte es mich als Star Trek-Fan der ersten Stunde in Deutschland natürlich sehr. Zu oft schrieben irgendwelche Gscheidhaferl (aus dem Bayerischen übersetzt: Schlaumeier) über das Verhältnis der beiden zueinander. Wie sie konkurriert haben, dass sie sich eigentlich gar nicht mochten, über Gagenpoker – wer von den beiden eine höhere Gage verdient hätte usw. Natürlich alles aus „sicherer Quelle“.
Mit diesem Buch aber konnte ich erfahren, wie alles wirklich war. Waren sie so dick befreundet, oder war alles nur eine Show für die Fans? Waren sie Konkurrenten? Was war nach der Zeit von Star Trek? Was wusste Shatner wirklich über Leonard Nimoy, sein Leben, seinen Werdegang, seinen Charakter?

Erfreulicherweise ist dieses Buch sehr leicht lesbar, also auch für Leute wie mich, die nicht fließend Englisch sprechen und verstehen. Es ist nicht unbedingt einfach geschrieben, aber trotzdem sehr gut verständlich und unheimlich spannend.

William Shatner wird ja oft als arrogant, selbstverliebt und langweilig bezeichnet. Auch bei seinen Auftritten auf Conventions. Ich durfte ihn vor ein paar Jahren kennen lernen und kann das absolut nicht bestätigen. Klar lässt er die Fotosessions einfach über sich ergehen, aber es ist auch nicht jedermanns Sache, mit den Fans auf Tuchfühlung zu gehen, Grimassen zu schneiden und hier eine große Fotoshow abzuziehen. Trotzdem liegen ihm seine Fans wirklich am Herzen. Shatner hat damals darauf bestanden, dass kein Fan zu kurz kam, jeder sollte sein Autogramm und sein Foto bekommen, das zog einige Diskussionen mit Betreuer und Agent nach sich, weil er weitere Autogrammstunden und Fotosessions abhalten wollte. Ebenso das Thema mit seinen Panels, als nicht alle Fans in den Hauptsaal passten. Er wollte unbedingt am nächsten Tag, dass die Leute, die ihn im Nebensaal nur via Bildschirm erleben konnten, nun in den Hauptsaal durften. Als ihm erklärt wurden, dass dies Tagesgäste waren, die am Folgetag nicht mehr vor Ort waren, akzeptierte er das natürlich, aber die Enttäuschung war ihm anzusehen.

William Shatner ist ein hochintelligenter Mann, der schnell erkennt, wer ihn nur anschleimt und wer professionell arbeitet. Er ist zu den richtigen Leuten höflich und freundlich, sucht den direkten Augenkontakt und benimmt sich stets wie ein wahrer Gentleman. Seine Fans liegen ihm mehr am Herzen, als so mancher vermuten würde. Er weiß ganz genau, wem er seinen Erfolg zu verdanken hat – den Fans! Und das vergisst er auch nie.

Ich habe William Shatner als ehrlichen Menschen kennengelernt und darum zweifle ich auch keine Sekunde an, dass in seinem Buch über Leonard Nimoy die Wahrheit steht.



Shatner zeigt im Buch sehr fundiertes Wissen über seinen Freund auf, von der Kindheit, von den Anfängen seiner Schauspiellaufbahn, als er sich mit verschiedenen Jobs über Wasser halten musste. Unter anderem jobbte er als Taxifahrer und hatte sogar mal einen sehr berühmten Fahrgast. Einfach selbst lesen, dann erfahrt ihr, wer das war. Natürlich spielt Star Trek im Buch eine sehr große Rolle, von den Anfängen, bis zu den Kinofilmen, Nimoys Regiearbeiten, das Verhältnis zu Gene Roddenberry, das nicht immer einfach war. Ebenso wird viel aus Nimoys Privatleben behandelt, unter anderem das Scheitern seiner Ehe, das Verhältnis zu seinem Sohn, das nicht immer einfach war. Besonders interessant finde ich, wie William Shatner ausführlich und Schritt für Schritt beschreibt, wie Leonard Nimoy seinem Charakter Spock Leben eingehaucht hat, ihm Persönlichkeit gegeben hat und natürlich wie es zum vulkanischen Gruß, zum Nackengriff, „faszinierend“ und anderen unverkennbaren Eigenschaften von Spock kam. Am Anfang war Spock ja nur als Außerirdischer angelegt, ohne Tiefe, ohne Charaktereigenschaften, einfach nur, um ein Alien in der Serie zu haben. Erst Leonard Nimoy hat aus Spock das gemacht, was er ist, was ihn auszeichnet und was den Erfolg von Star Trek ausmacht. Ohne Nimoy wäre Star Trek nie das geworden, was es ist. Leonard Nimoy hat Spock gelebt! Und das nicht nur vor der Kamera.

Natürlich wäre Shatner nicht Shatner, wenn er sich nicht selbst auch in das Buch gut eingebracht hätte. Er hat das sehr schlau angestellt, indem er immer Parallelen zu seinem eigenen Werdegang angeführt hat. Er zeigte auf, was Nimoy zu einem bestimmten Zeitpunkt machte, welche Rollen er spielte und dann natürlich, was er selbst zu dieser Zeit gemacht hat. Ich finde, das passt auch sehr gut, weil man die verschiedenen Arbeiten sieht und miterlebt, wie dann alles zu Star Trek zusammengeführt hat.

Das Entstehen der Freundschaft wird gut beschrieben, die beiden waren ja nicht von Anfang an ziemlich beste Freunde. Auch einige Dinge, die der Fan gern mal ausblendet, bleiben nicht außen vor, wie Leonard Nimoys Probleme mit Alkohol. Eifersucht, Differenzen beim Dreh, als Leonhard Nimoy Regie führte, Späße, als sie sich gegenseitig am Set gefoppt haben – ich sage nur Fahrrad. Und natürlich geht es auch ausführlich um den Fotografen Leonard Nimoy.







Ich kann dieses Buch jedem Fan nur ans Herz legen. Es ist ehrlich, warmherzig und voller Leidenschaft geschrieben. Meines Wissens gibt es (noch) keine deutsche Version davon, aber das soll niemand abhalten, die englische Originalversion zu lesen. Es ist auch für Leute mit mäßigen Englischkenntnissen sehr gut lesbar und verständlich. Holt euch das Buch und lest alles über die 50-jährige Freundschaft zwischen Leonard Nimoy und William Shatner.









Beispielsweise könnt ihr das Buch hier bei Amazon bestellen.

Autor: Brigitte

Fotos: Brigitte 

Sonntag, 29. Mai 2016

Going Back to Hogwarts


Ich liebe Harry Potter. Auch wenn ich mich in vielen Fandoms zu Hause fühle, die verschiedensten Charaktere cosplayen möchte und sehnsüchtig auf neue Bücher/Filme/Folgen von allem möglichen warte: Nichts davon ist Harry Potter. Nachdem ich die ersten Bücher gelesen hatte, ging das ganz schnell. Von ersten nächtlichen Buchlädenbesuchen, um das neue Buch um Mitternacht in der Hand zu halten über lautes Mitsingen bei sämtlichen Very Potter Musical Songs und frühes Aufstehen um ja in die Pottermore-Beta zu kommen, bis zur Gründung unseres regionalen The Harry Potter Alliance Chapters. Ich war bei allem dabei. Und dieses Jahr ging es dann zum ersten Mal für mich nach London.
Ich war bereits die gesamte Woche vorher extrem aufgeregt. London mag nicht Hogwarts sein, aber zumindest befindet sich dort King's Cross. Der Ort an dem Harry sein Muggle-Leben verlässt und tatsächlich zum Zauberer wird. Auch der Eingang zur Winkelgasse hinter dem Tropfenden Kessel befindet sich hier. Im Gegensatz zu King's Cross ist der Weg zur Winkelgasse für Mugglebesucher leider weder ausgeschildert, noch so einfach zu finden, aber dazu später mehr.
Kaum in London angekommen, war unser erster Gang selbstverständlich nach King's Cross. Zu diesem Zeitpunkt war ich noch der festen Überzeugung, ich würde irgendwo gegen eine Wand rennen können. Leider wurde dies von den baulichen Begebenheiten unmöglich gemacht. Das King's Cross der realen Welt hat im Gegensatz zum Potterverse nicht wirklich eine Stelle zwischen den Gleisen 9 und 10 die sich für einen magischen Übergang eignen würde. Stattdessen gibt es eine große, für Touristen und Fans gleichermaßen, hergerichtete Fotomöglichkeit, um mit Gepäckwagen und Hausschal „durch die Wand zu laufen“. Die Fotos kennt sicher jeder, ob in der Variante professionell gemacht und für recht viel Geld gekauft oder von einer mitgebrachten Person schnell einen zusätzlichen Schnappschuss gemacht. Sich in die Schlange zu stellen und in Position gebracht zu werden, kostet ja noch nichts. Interessanter war für mich dann jedoch der Laden bei Gleis 9 ¾.
Ich liebe Merchandise, besonders Harry Potter Merchandise und noch mehr Dinge, die innerhalb ihres Universums funktionieren. Dementsprechend begeistert war ich von der Möglichkeit Ollivanders T-Shirts, Zauberstäbe und Tickets für den Hogwarts Express kaufen zu können. Auch die verhältnismäßig große Auswahl an Merchandise für die nicht-Gryffindor Häuser hat mir gefallen. Einzig die Tatsache, dass Ravenclaw-Merchandise sich immer am Filmdesign orientiert hat und somit in blau/silber und einem Rabensymbol, anstatt blau/bronze mit Adler, gehalten ist, hat mich davon abgehalten, den Laden leer zu kaufen.
Am nächsten Morgen ging es für uns dann zum eigentlichen Highlight unserer London Reise: Die Harry Potter Studio Tour in Leavesden. Wir hatten die erste Tour morgens gebucht, um die größtmögliche Menge an Zeit zu haben, um uns auch wirklich alles anzusehen. Leider war der Busfahrer des Shuttle Busses nicht auf unserer Seite und somit kamen wir etwas zu spät zu unserer Tour, was allerdings überhaupt kein Problem darstellte. Außer dass bereits Leute vor uns in Hogwarts waren. Mmmpf.
Die Tour selbst war großartig. Von riesigen Türen, welche einen in die Große Halle führen zu den kleinsten Details in Sets, die in den Filmen kaum aufgefallen sind. Es war möglich, die Kostüme von Nahem zu betrachten, komplette Sets wie den Gryffindor Common Room oder Dumbledores Office anzusehen und natürlich unzählige Fotos von allem zu machen. Besonders interessiert haben mich natürlich spezifische Kleinigkeiten. Ich stand ewig vor dem Teppich mit dem Stammbaum der Familie Black um ihre Verwicklungen und Verhältnisse zu anderen Zauberer Familien zu sehen. Ich habe die ausgestellten Kostüme genauestens betrachtet und ich habe versucht Leute auf Portraits zu erkennen (wie beispielsweise McGonagall im Gryffindor Common Room).
Der nächste Bereich kam uns nach dem vorherigen Tag tatsächlich bereits bekannt vor, denn hier befanden wir uns wieder in King's Cross. Diesmal war jedoch auch der Hogwarts Express vor Ort und es gab diverse Fotobereiche mit verschiedener Ausstattung für die berühmten 9 ¾ Fotos. Auch im Außenbereich der Tour gab es unzählige Möglichkeiten Fotos zu machen, mit dem Knight Bus, Godric's Hollow oder im Privet Drive (Ligusterweg), für alle, die stolz darauf sind, ganz und gar normal zu sein.
Nach einem Einblick in die Entwicklung der verschiedenen nicht-menschlichen magischen Wesen in den Filmen, ging es dann – ganz ohne Umweg durch den Tropfenden Kessel – in die Winkelgasse. Das Set ist so groß und komplett und verwinkelt, dass es einfach ist für einen Moment die Realität zu vergessen. Und so hat mir nur (ein offener) Florean Fortescues Eissalon gefehlt um mich dort hinzusetzen und einfach den Rest des Tages zu genießen. Leider war dieser jedoch, wie all die anderen Geschäfte, geschlossen und so mussten wir nach einem kurzen Schaufensterbummel weiter in eine riesige Halle in der sich das Modell von Hogwarts befindet. Und das war durchaus beeindruckend. Nicht nur die Größe, sondern auch die Möglichkeit es von allen Seiten zu betrachten und gemeinsam zu spekulieren wo sich welche Gemeinschaftsräume oder andere nicht genau lokalisierbare Schauplätze der Bücher befinden, machte den Anblick zu etwas ganz besonderem.
Abschließend, wie könnte es anders sein, endet die Tour natürlich in einem Shop. Und auch wenn ich auf Grund meines jugendlichen Aussehens fast nicht reingelassen wurde (die Mitarbeiterin war ganz knapp davor mich danach zu fragen wo meine Aufsichtsperson ist), war auch dieser ein Erlebnis. Neben vielem, was sich durchaus auch als Schrott bezeichnen lässt, gab es auch wieder einiges wunderbares zu Entdecken. Von Ministerium T-Shirts, zu Marauder's Map Tassen und wunderschönen Hufflepuff Hoodies. Besonders hatte es mir hier das Quidditch Merchandise angetan, doch leider gab es das Chudley Cannons Shirt nicht mehr in meiner Größe.
Am nächsten Tag, bevor wir London wieder verlassen mussten, haben wir natürlich nochmal am Gleis 9 ¾ vorbei geschaut. Und auch wenn vieles der Harry Potter Erlebnisse in London natürlich auf den maximalen (Geld)gewinn ausgelegt ist, das meiste davon sich ausschließlich an den Filmen zu orientieren scheint und man sich diese Orte mit hunderten von anderen Touristen teilt, konnte ich in diesem Moment J.K. Rowling nur komplett zustimmen: „Whether you come back by page or by the big screen, Hogwarts will always be there to welcome you home.“

Autorin: Patricia
Bilder: Patricia & Sabrina 

Samstag, 9. April 2016

Shadowhunters Recap 1x13 - Morning Star a.k.a. Such drama, very star wars, much wow

Nein, ich bin nach „Malec“ nicht in ein Koma, ausgelöst von zu vielen Malec feels, gefallen. Aber leider haben widrige Umstände (ich armes Fangirl und meine Conventionbesuche) es verhindert, dass eine Recap von mir kam. Also kurz eine Schnellzusammenfassung, was letzte Woche geschah: Lydia und Alec sind endlich nicht mehr verlobt. Yeay! Lydias Entscheidungen und Verhalten machen immer noch keinen Sinn. Alec und Magnus haben sich geküsst. Shipper auf der ganzen Welt haben gefeiert. Alecs Eltern sind so semi-okay mit der ganzen Situation. Nachdem Valentine gesagt hat „Jace, ich bin dein Vater“, sind die Szenen zwischen Clary und Jace sehr awkward. Ja, es ist schlimmer als vorher. Desweiteren ist Hodge böse und stiehlt den Mortal Cup von Lydia in einem dramatischen Cliffhanger.

Die Folge beginnt wie alle anderen Shadowhunters Folgen auch. Clary und Jace haben ein Problem – Jocelyn ist immer noch in einem Koma – und andere Leute sollen dies für sie lösen. Diese Woche sind es mal wieder Simon und Raphael. Derweil ist Alec auf der Suche nach Lydia und wird dabei von seinen Eltern konfrontiert. Es stellt sich heraus, dass die beiden keine großen Fans von Magnus sind. Zum Glück haben ihre Kinder da einen besseren Geschmack als sie.
Alec und Magnus finden Lydia und erfahren jetzt auch, dass Hodge sie verraten hat. Während Izzy ein Video zurückspult (was?) auf dem bereits deutlich zu sehen ist, dass Hodge Lydia angreift, erklärt sie, warum Hodge so etwas niemals machen würde. Ach Izzy, you used to be the smart one. Hodge bringt den Becher direkt zu Valentine. Dieser spricht in großer Shadowhuntertradition in Platittüden. The world is about to change. Dann verwendet er den Becher um Blut in gelbes Wasser zu verwandeln. Da fand ich den Trick mit Wasser zu Wein schon irgendwie besser. Der langen Reihe an middle-aged men die Valentine versammelt hat, um sie in Shadowhunter zu verwandeln scheint das egal zu sein. Sie trinken trotzdem aus dem Becher. Es ist alles sehr bedrohlich.
Jace, Alec und Lukes Werwölfe machen sich auf die Suche nach Hodge. Sie wissen ja nicht, dass er schon lange den Becher an Valentine gegeben hat. Vollkommen unüberraschenderweise verrät Valentine Hodge. Beziehungsweise weigert sich, ihn wieder in seine Gang aufzunehmen. Wer hätte auch ahnen können, dass der Bösewicht nicht besonders nett ist. Sicher nicht Hodge, der auf einmal keinerlei Freunde und Zuhause mehr hat.
Raphael taucht auf und sagt „For Shadowhunters you don't seem to do a lot of shadow hunting.“ Deswegen mag ich Raphael. Dann willigt er zwar ein Clary, Zugang zu Camilles Sachen zu ermöglichen, damit sie das Buch finden kann, welches gerade das Quest-Item der Woche ist, aber weigert sich auf alle von Clarys Forderungen einzugehen. You're making a huge mistake. Manchmal frage ich mich wirklich, ob es möglich ist, den gesamten Dialog einer Shadowhuntersfolge aus Zitaten von Platittüden zusammen zusetzen.
Jace findet Hogde und es kommt zum Kampf und Austausch von Phrasen zwischen den beiden. Dann holt Jace mit einer dramatischen Bewegung sein Doppellaserschwert raus. Später wird er sicher wieder über seine verwirrenden Gefühle für seine Schwester nachdenken und seine Unfähigkeit, seinen Vater, den bösen Overlord, zu töten. Dann schlägt er Hodge eine Hand ab [Anmerkung der Autorin: An dieser Stelle habe ich eine mehrminütige Lachpause einlegen müssen]. Durch Hogdes Ring spricht Jace nun mit Valentine. Der fragt ihn, ob er nicht zur dunklen Seite kommen möchte. Jace macht dramatische Drohungen.
Was danach passiert, sind hauptsächlich Charaktere die unsinnige Entscheidungen treffen. Clary und Simon brechen ihr zaghaftes Verbündnis mit Raphael, damit Valentine den Cup nicht bekommt (den er ja schon lange hat!). Luke und Alec sprechen unglaublich emotionslos und schlecht geschauspielert über ihre Sorge um Jace, während dieser mit Hodge verschwindet. Camille möchte von Clary und Simon befreit werden. Die machen das auch noch. Raphael ist verständlicherweise enttäuscht und befiehlt seinen Vampiren, Simon und Camille zu töten. Zum Glück taucht Izzy auf und rettet die drei. Absurderweise möchte Camille jetzt von Simon bürokratische Unterlagen, um ihr aus ihrem legalen trouble zu helfen. Okay. Wenigstens führt diese Wendung dazu, dass sie Magnus aufsuchen müssen.
Camille manipuliert die Situation, so dass sie Magnus küsst, während Alec und Izzy den Raum betreten. Izzy scheint bereit zu sein, sie ihn diesem Moment zu töten. Magnus versucht die Situation zu retten, während Camille und Izzy sich über Malec streiten. Dann beleidigt Camille Alecs Perfect Hair und hat so langsam alle Sympathien verspielt. Izzy etabliert sich in dieser Szene als Malec Shipper No. 1.
Simon unterschreibt einen Vertrag in Blut, weil das immer eine gute Idee ist. Er und Clary müssen dann ein zugegebenermaßen wunderschönes Bibliotheksset nach dem magischen Buch durchsuchen. Das Buch tarnt sich als altes Kochbuch. Natürlich tut es das.

Valentine taucht auf und nimmt spontan und problemlos alle Charaktere als Geiseln. Jace verspricht, mit ihm zu kommen, wenn dadurch seine Freunde freigelassen werden. Mit dem Buch ist es Magnus nun auch endlich möglich Jocelyn aufzuwecken. Gleichzeitig hält Valentine (… and his son) eine Ansprache vor seinen neu erschaffenen Shadowhunters. Sie sind alle schwarz gekleidet und stehen auf einem Boot. Die Kamera zoomt langsam raus. Es ist sehr dramatisch.

Autorin: Patricia
Bildquelle: shadowhunterstv.com. Bearbeitet von Sabrina.

Donnerstag, 7. April 2016

Outlander – Die Highland Saga

Um es gleich vorweg zu nehmen: die Serie Outlander ist die vielleicht beste Buch-zu-Serie-Verfilmung seit Jahren, und sicherlich die optisch am schönsten gestaltete.

Foto: Sony Pictures Television Inc. All rights reserved


Basierend auf dem mittlerweile tatsächlich epischem Werk von Diana Gabaldon, bestehend aus acht dicken Wälzern (auf Deutsch Highland Saga genannt), handelt Outlander von der starken, aber trotzdem unerfüllten Claire, die bei einer Reise nach Schottland mit ihrem Ehemann von der Nachkriegszeit des zweiten Weltkriegs in das 18. Jahrhundert versetzt wird, durch einen magischen Steinkreis.

Was zuerst wie ein großes Unglück erscheint, entpuppt sich schnell als ihr großes Glück, denn inmitten der ungewaschenen Highlands-Haudegen findet sie sowohl eine Heimat, als auch ihre große Liebe.

Über dem neu gefundenen Glück jedoch hängt das Damokles Schwert des berühmten Aufstand der Jacobites von 1745, der bekanntlich nicht gut für die Highland Clans ausgegangen ist.

Die erste Staffel der Serie ist bereits bei Starz bzw. in Deutschland auf RTL-Passion gelaufen. Am 9. bzw. 10. April startet nun die sehnsüchtig erwartete zweite Staffel fast zeitgleich in den USA und in Deutschland.

Aber warum ist die Serie so gut? Wie schon erwähnt ist sie optisch unglaublich schön umgesetzt. Natürlich ist die schottische Landschaft alleine schon ein Einschalten wert, aber auch Kostüme und Ausstattung sind mehr als gelungen. Die Kameraführung und das Tempo sind oft ungewöhnlich, dienen jedoch immer dem Zweck die Emotionen der Charaktere zu veranschaulichen. Dazu kommt noch die Musik von Bear McCreary, und niemand kann sich mehr der emotionalen Achterbahn erwehren, auf die einen die Serie führt.

Die Charaktere sind allesamt wahnsinnig spannend und dreidimensional geschrieben. Claire selbst ist zugleich stark und schwach, heimatlos und tief verwurzelt. Sie findet sich wieder als 'Sassenach' (sozusagen Außenseiterin) in einer Zeit schwitzender, haariger Männer in einem Patriarchat, und behauptet trotzdem sowohl ihren Platz als auch die ihr gebührende Anerkennung für ihre Kenntnisse als Heilerin.

Aber auch bis in die kleineren Nebenrollen ist Outlander wahnsinnig gut besetzt. Sei es Geillis Duncan, gespielt von Lotte Verbeek (auch bekannt als Ana Jarvis in Agent Carter), die ein Geheimnis in sich birgt, oder das ungleiche Duo Rupert und Murtagh, die für den ein oder anderen comic relief sorgen. Und natürlich Tobias Menzies in der Doppelrolle als Claire's Mann im 20. Jahrhundert, und dem sadistischen und wahnsinnigen Black Jack Randall im 18. Jahrhundert.

Die erzählte Geschichte in Outlander ist ungeheuer komplex, und trotzdem meist mit einer Leichtigkeit erzählt. Es treffen Zeitreise auf Liebesgeschichte, Historie auf Fiktion, haarige Highlander auf geschniegelte Gelehrte. Und solange die Serie erfolgreich ist, können noch viele weitere Staffeln verfilmt werden, denn Diana Gabaldon hat bereits eine riesige fiktive Welt erschaffen, aus der geschöpft werden kann.

Wer eine gut gemachte Serie mit Tiefgang und vielen optischen Reizen sucht, der wird bei Outlander fündig. Ein bisschen gute Nerven solltet ihr aber schon mitbringen, von Sex über Blut bis Folter ist alles dabei. Diese Szenen dienen jedoch immer der Geschichte, und sind nicht nur um ihrer selbst oder des Schocks willen da (hallo Game of Thrones).

Wer noch tiefer einsteigen möchte in die Welt von Outlander, sowohl Serie als auch Buch, dem sei der Podcast 'The Scot and the Sassenach' empfohlen von http://storywonk.com

Autor: Karin.

Foto: Sony Pictures Television Inc. All rights reserved