Freitag, 25. März 2016

Shadowhunters Recap 1x11 - Blood Calls To Blood aka „Michael Wayland“

Was bisher geschah: 
Der Parabatai-Bond zwischen Alec und Jace ist extrem geschwächt. Jace und Clary haben Tschernobyl gefunden. Und vielleicht Jaces-not-so-dead-Vater. Izzy ist immer noch verhaftet. Und … ich kann nicht glauben, dass ich das mal wieder schreiben muss … Alec und Lydia sind IMMER NOCH verlobt.
Die Person in dem Schrank, die definitiv nicht Valentine ist, obwohl das magische Portal sie zu Valentine bringen sollte, sagt „I am Michael Wayland. I am Jace's father.“ Klingt sehr natürlich. Und räumt somit alle Zweifel aus dem Weg. „Michael Wayland“ erzählt eine Anekdote, um seinen Sohn von seiner Identität zu überzeugen. Er hat seinen achtjährigen Sohn zu einem möglicherweise tödlichen Dämonenkampf mitgenommen. Fast so rührend wie die Falkengeschichte. „Michael Wayland“ sollte definitiv Elternteil des Jahres werden. Ganz knapp vor den Lightwoods.
Alec und Izzy schmieden Pläne, wie sie Izzy aus ihrer Gefangenschaft befreien können. Zugegebenermaßen sind sie nur begrenzt - oder eher gar nicht - erfolgreich dabei, aber es ist schön, die beiden Charaktere an ihrer geschwisterlichen Beziehung arbeiten zu sehen.
Clary, Jace und „Michael Wayland“ gehen zu Simon und Luke, um sie um Hilfe zu bitten. Simon und Luke erwähnen beide nochmal, dass Michael Wayland tot sein sollte. Die Serie ist subtil wie eh und je. Simon führt Clary zu Raphael. Der taucht gutgekleidet auf, nur um von den beiden erpresst zu werden. Raphael fragt sich mal wieder, warum Clary und Jace nicht ihre Probleme selbst lösen können, aber für die Screentime scheint er bereit, sich auf die „Erpressung“ einzulassen. Und behält Simon mal vorsichtshalber an seiner Seite.
Während Alec naiverweise noch glaubt, er könnte den Hochverratsprozess von Izzy aufhalten oder zumindest verzögern, taucht endlich eine Ober-Shadowhunterin vom Clave gemeinsam mit einer Menge Wachleute im Institut auf. Auch ihr ist die Verlobung von Alec und Lydia ein Rätsel. Lydia ist sichtlich unwohl dabei, sich komplett gegen unsere Protagonisten zu stellen. Die Frau aus Idris sagt: „Be efficient. Be competent. Be useful to the Clave.“ Wenn das mal nicht nach Dystopie klingt.
„Michael Wayland“ möchte mit Clary reden und erzählt ihr, wie sehr Valentine sie und ihre Mutter geliebt hat/hätte. Er denkt, es ist möglicherweise sein Schicksal „to bring your family and mine together.“ Ja, „Michael Wayland“. Möglicherweise.
Es folgt eine Make-Out Session zwischen Clary und Jace und eine Strategiebesprechung von Jace, Clary, Luke und „Michael Wayland.“ Izzys Stimme, die ihrem Bruder erklärt, warum sie nicht länger „part of this world“ sein kann, weckt mich wieder. Alec versteht es nicht und sucht Magnus um Hilfe auf. Der ist – genau wie ich – noch immer entsetzt, ob der Verlobung von Alec und Lydia und lässt dies Alec in deutlichen Worten spüren. Dann verlangt er Alecs Bogen als Preis dafür, Izzy zu helfen. Nebenbei erklärt er Alec auch noch einmal, warum die Shadowhunterwelt archaisch und diskriminierend ist. Dieser versteht es immer noch nicht, steht derweil aber wenigstens dekorativ rum.
Clary befindet sich am Rande einer Realisation zu „Michael Wayland“, während dieser sich mit Jace prügelt. Die beiden trainieren. Jace ist geschwächt durch den Parabatai-Bond zu Alec. „Michael Wayland“ kritisiert, dass Clary Jace mehr bedeutet als Alec es zu tun scheint. Widerwillig stimme ich „Michael Wayland“ zu.
Die Szene wechselt zu Magnus im Institut bei Izzys Prozess. Endlich wurde eine Verwendung für all die stummen Hintergrund-Shadowhunter gefunden: Publikum. Magnus hält eine leidenschaftliche Rede zu Isabelles Verteidigung und die gesamte Szene ist schon ziemlich nah an meinem Wunsch-Spin-Off über das Crime Fighting-Duo Magnus & Izzy dran.
Erneute Strategiebesprechung. Clary ist sich sicher, dass Valentine zwar die gesamte Shadowworld unterwerfen kann, aber wie sollte es ihm je möglich sein, den Becher von ihr zu klauen? Ach, Clary.
Zurück zum Prozess. Lydia befragt Izzy und versucht sie dazu zu bringen, Clary zu verraten. Stattdessen führt Izzy die von Magnus begonnene Ansprache fort und spricht über die Diskriminierung und Problematik der Shadowhunterwelt. Izzy und Magnus sind offiziell meine (nicht so) neuen Lieblingscharaktere. Können die beiden nicht das Institut leiten?
Luke, Jace und „Michael Wayland“ bekämpfen Dämonen, während Clary sich in ein Gebäude schleicht um ihre Mutter zu finden. Leider „muss“ Luke zurückgelassen werden. „Michael Wayland“ verhält sich verdächtig.
Im Institut führt Magnus seine Verteidigung von Izzy fort und ist dabei wunderbar sarkastisch. Neben Glitzern definitiv seine zweitbeste Eigenschaft. In einer absurden Wendung, die uns wohl Lydia wieder sympathisch machen soll, ändert diese ihre Meinung komplett und beschließt, Izzy nicht weiter zu verfolgen. Dabei ist Lydias nicht mal unsympathisch, ihre Handlungen scheinen nur vollkommen uneinig mit ihren Motivationen zu sein. Um zu zelebrieren, wie unlogisch dieser Plottwist ist, lässt Magnus seine „Aktenblätter“ sowie silberne Konfetti regnen. Die komplett leidenschaftslose Masse des Shadowhunterpublikums klatscht höflich. Oder verwirrt. Es ist unklar.
Die Richterin zeigt ihre wahren, bisher doch soooo verborgenen Motive, und erpresst unsere Heldentruppe damit, dass Izzy verbannt wird, sollten sie ihr nicht innerhalb von 24 Stunden den Mortal Cup bringen. Also ist „the law“ doch nicht „the law“, ganz egal wie oft dies erwähnt wird.
Clary hat den Mortal Cup, mit dem sie Dämonen anscheinend Befehle erteilen kann. „Michael Wayland“ schlägt vor, dass er ihn benutzen könnte und sie händigt ihn aus. Sofort kommt der überraschende Plottwist, dass „Michael Wayland“ in Wirklichkeit Valentine ist. Wer hätte das gedacht. Clary ist jedoch überraschend vorbereitet und hat den echten Cup behalten. Valentine hält derweil eine „World's Best Dad“ Tasse in der Hand. Not the cup he's looking for. Ich lache sehr.
Valentine eröffnet Clary und Jace, dass er der Vater von beiden ist. Dann sagt er etwas darüber, wie die beiden „meant to be“ sind. Vielleicht ist er doch nicht Valentine, sondern ein Lannister. Dann verschwindet er durch einen Spiegel, da weder Jace noch Clary in der Lage sind, ihn zu töten. Im Hintergrund schwebt immer noch Jocelyn in ihrer Stasis.
Clary, Jace, Stasis-Jocelyn und Alec sind zurück im Institut. Jace ist von den Neuigkeiten seiner familiären Beziehungen noch so erschüttert, dass er sich wie ein ... sagen wir … unnett … gegenüber Alec verhält. Vielleicht ist das auch einfach sein Charakter. Eine weitere Unklarheit.
Magnus und Izzy unterhalten sich über den Prozess. Wenigstens haben sie „with style“ verloren. Wie auch sonst. Alec taucht auf und eröffnet, dass sie den Mortal Cup haben. Dafür, dass sie sich gerade erfolgreich haben erpressen lassen, sind alle überraschend glücklich. Magnus verlangt seine Bezahlung. Er spricht mir aus der Seele, wenn er erklärt, dass er Lydia zwar mag, aber die Verlobung mit Alec trotzdem für unsinnig hält. Dann gibt er Alec seinen Bogen zurück.

Simon und Luke vergleichen ihre exakt gleichen Schicksale, in denen sie Clary bzw. Jocelyn lieben, diese jedoch Jace bzw. Valentine. Luke verkündet die freudige Botschaft, dass Clary und Jace laut Valentine Geschwister sind. Derweil weint Jace. Dramatisches Ende.

Autorin: Patricia
Bildquelle: shadowhunterstv.com. Bearbeitet von Sabrina

Mittwoch, 23. März 2016

10 Lieblingsfilme – Teil 3

Weiter geht’s meinen 10 Lieblingsfilmen. Filme, die ich bestimmt mehr als dreißig Mal gesehen habe, die ich immer wieder anschaue und die ich natürlich als DVD im Schrank habe. Hier gibt es keine Reihenfolge, ich habe darunter keinen absoluten Lieblingsfilm, darin könnte ich mich auch gar nicht festlegen. Ich will euch jedoch hier im Blog in unregelmäßigen Abständen diese Filme vorstellen.



Star Trek IV – Zurück in die Gegenwart 


Nur die Gegenwart kann die Zukunft retten – dieser Satz sagt alles aus und jeder Mensch sollte sich das verinnerlichen!



Ich bin Star Trek-Fan seit meinem 13. Lebensjahr und war damals schrecklich in Captain Kirk verliebt. In den 70er Jahren wurden in Deutschland nicht alle Folgen gezeigt, umso mehr freute ich mich, als es mit den Filmen losging. Der erste Film hat mich – wie viele andere auch – nicht unbedingt vom Hocker gerissen, eher gelangweilt und enttäuscht, aber Hallo! Es war trotzdem Star Trek. Teil 2 war großartig, ebenso Teil 3, aber der vierte Film begeistert mich noch heute ohne Ende.


Das hat verschiedene Gründe:
Ich bin ich großer Fan von Zeitreisen, schon in der Classic-Serie waren die Zeitreisefolgen meine Favoriten. Star Trek startete ja in Deutschland mit der Episode „Morgen ist Gestern“ und da bin ich gleich hängen geblieben.


Ein weiterer Punkt ist die Story an sich. Ich bin kein fanatischer und auch kein besonders aktiver Umweltschützer, aber unser kleiner, blauer Planet mit all seinen Bewohnern liegt mir doch mehr am Herzen, als so mancher vermuten würde. In Star Trek IV wurde auf dramatische Weise gezeigt, was passieren kann, wenn die Menschheit unseren Planeten aus Profitgier ausblutet. Anders als Profitgier kann man es einfach nicht nennen. Jeder sollte diesen Film wenigstens einmal gesehen haben und sich dann seine Gedanken machen.




Die Story des Films ist immer gleich aktuell, dramatisch, aber was mir hier so gut gefällt: Alles hat eine gewisse Leichtigkeit, gut platzierten Humor und einen ganz, ganz hohen Sympathiefaktor. Denkt nur mal an die Szene im Bus, als Spock diesen Rüpel mit seinem Nackengriff ausgeschaltet hat, oder die verschiedenen Szenen im Krankenhaus bei der Befreiungsaktion von Chekov. Pille war absolut in Höchstform. Natürlich nicht zu vergessen Scotty bei seinem Versuch, einen Computer der 80er Jahre zu bedienen: „Hallo! Computer?!“ Und die kleine Liebesgeschichte zwischen Kirk und Dr. Gillian Taylor mit dem netten, offenen Ende, hier hat einfach alles gepasst. Der Soundtrack war perfekt, um dieses ernste Thema, das mit großartiger Leichtigkeit und hohem Unterhaltungswert vorgetragen wurde, richtig in Szene zu setzen.



Dieser Film ist für mich einfach perfekt. Ein ernstes, immer brandaktuelles Thema, sympathische Charaktere, gut platzierten Humor, der nicht gewollt und nicht gekonnt wirkt, sondern das Ganze einfach auflockert, den Unterhaltungsfaktor steigert und den Film mehr als kurzweilig erscheinen lässt. Star Trek IV werde ich bestimmt noch weitere 30 Mal anschauen.

Star Trek hatte noch weitere gute Filme, ich denke da nur an „Der Aufstand“ oder auch „Der erste Kontakt“, aber für mich steht „Zurück in die Gegenwart“ auf einer Stufe mit Star Trek 2009.  

Autor: Brigitte

Foto: Paramount 

Dienstag, 22. März 2016

The Deletec Scenes

Webcomics von John Thienel

Darth Vader hat den Blick über den Tellerrand noch nicht drauf


Es ist so eine Sache mit den Comics. Da gibt es gewollt und nicht gekonnt lustig; lustig, aber schlecht gezeichnet; nicht erkennbar; gut gezeichnet, aber eher unlustig; geschmacklos usw.
John Thienel ist da ein anderes, besseres Kaliber. Er hat das Talent, super zu zeichnen und er hat einen großartigen Humor. Was besonders wichtig ist: Seine Comics haben „Leben“, man braucht nicht unbedingt einen Text, man versteht sie sofort, schmunzelt und lacht oft schallend.

So ging es mir schon öfter, vor allem als ich John in meinen Zeiten bei der FedCon GmbH und dem FedCon Insider mit Auftragsarbeiten zugeballert habe. Er hat sogar mal mich in einem Cartoon verewigt und ich lache heute noch, wenn ich mir das Bild oben anschaue.

Egal welches Thema, John hat es einfach drauf, wie ich euch hier an ein paar Beispielen zeigen möchte. Diverse … sagen wir mal … emotionale Ausbrüche (natürlich war der Anlass dazu immer entsprechend) von Dirk Bartholomä hat er mehr als gekonnt in Szene gesetzt:


Die Schranke in der Tiefgarage:
MacGyver wollte das Problem mit dem Taschenmesser lösen
FedCon 2011 – zum ersten Mal mit Richard Dean Anderson. Donnerstag, 28. April 2011 um 10:45 Uhr: Dirk hat Richard Dean Anderson im Auto und will ihn ins Hotel Maritim Düsseldorf bringen, damit er pünktlich um 11:00 Uhr bei der Pressekonferenz ist. Er fährt also guten Mutes in die Tiefgarage, aber die Schranke öffnet sich nicht, trotz Parkkarte. Das Hotel war einfach nicht fähig, hier schnell Abhilfe zu schaffen, also hat Dirk das selbst gemacht. Das Ergebnis seht ihr hier. Und glaubt mir, plötzlich war die Technik vom Hotel ruck zuck zur Stelle. All das habe ich natürlich erst später erfahren. Ich war zu diesem Zeitpunkt nur heilfroh, dass ich noch halbwegs pünktlich mit der Pressekonferenz beginnen konnte. Das war Einsatz mit vollsten Kräften. 





R.I.P. Fax - das kommt davon, wenn du nicht funktioniert



Das Faxgerät:

Bzw. der Tod des zickigen Faxgerätes. Diese Geschichte kennt man nur von Dirks Mitarbeiterin Mel, die live dabei war. Vermutlich hatte jeder schon mal das Bedürfnis, ein verdammtes nicht funktionierendes Gerät aus dem Fenster zu werfen, an die Wand zu klatschen oder so. Tja, Dirk hat das Ding auf den Boden geworfen. Vermutlich hat es dann noch Lebenszeichen von sich gegeben, also ist er noch munter drauf rumgesprungen, bis es wirklich tot war. 
Als Mel ihn dann darauf hinwies, dass er jetzt und sofort ein neues Fax kaufen muss, kam ein „Oh!“ …












Die Kaffeemaschine:
Der Fleck an der Wand blieb eine Weile als Zeitzeuge
Halten diese Dinger ewig? Kaum. Streiken sie ab und zu? Ja! Muss man sie dann gleich an die Wand werfen? Ja! – wenn man Dirk Bartholomä heißt. Ich glaube aber, dieser Cartoon dazu, den wir ihm zu seinem Geburtstag 2014 präsentiert haben, hat ihn davon abgehalten, sowas nochmal zu machen. Als ich im Dezember 2015 das letzte Mal im Büro war, ist genau dann, als ich einen zweiten Kaffee wollte, die Maschine wieder verreckt. Dieses Mal hat er sie aber nicht mehr an die Wand gedeppert (Furcht vor einem neuen Cartoon von John?), sondern nur gesagt, dass er jetzt endlich eine gscheite Maschine kaufen will. Bleibt den kaffeesüchtigen Besuchern der FedCon-Zentrale nur zu wünschen, dass er diesen Plan auch in die Tat umgesetzt hat. 






John Thienel ist Star Trek-Fan, wie man schnell erkennen kann, wenn man auf seiner Website stöbert. Aber er kann sehr gut über den Tellerrand blicken, denn auch viele andere Filme und Serien, wie Doctor Who, Star Wars, Herr der Ringe, The Walking Dead usw. sind vor ihm nicht sicher. Es gibt immer eine Szene, die es nicht ins TV oder ins Kino geschafft hat – John aber kennt sie und baut daraus einen seiner unnachahmlichen Comics.

Wenn ihr John Thienel persönlich kennen lernen wollt und ihm bei seiner Arbeit sogar über die Schulter schauen wollt, dann geht doch einfach im Juni auf die Comic Con in Stuttgart. Dort findet ihr ihn und wer weiß, vielleicht hat er sogar eine Idee zu einem Comic von euch selbst, denn wie gesagt, vor Johns Zeichenbrett ist nichts und niemand sicher.   


Autor: Brigitte

Fotos: John Thienel 

Montag, 21. März 2016

Deutsche Filme

Sie sind wirklich besser als ihr Ruf

Das vergangene Wochenende hat mir mal wieder gezeigt, dass man es durchaus wagen kann, deutsche Produktionen zu schauen, denn die sind wirklich nicht so schlecht wie ihr Ruf, obwohl man natürlich das eine oder andere kritisieren kann.


Am Freitag, 18.03. habe ich mir den Film Frau Pfarrer & Herr Priester angeschaut. Eine nette,
auch spannende und packende Geschichte aus München, in der es um einen katholischen Pfarrer, eine evangelische Priesterin, eine gescheiterte Existenz, ein leukämiekrankes Mädchen samt Kampf der Eltern mit der Krankenkasse um Bezahlung der Behandlungskosten, ein außer Kontrolle geratenes Jugendzentrum und andere große und kleine Probleme des Lebens geht. Das waren interessante Geschichten, die mit Drama, aber auch Humor in 90 Minuten gepackt wurden. Das Ende war etwas offen, das mag ich besonders, weil einem dann der Film nicht so schnell aus dem Kopf geht.
Auch die schauspielerischen Leistungen fand ich sehr gut, allen voran den ehemaligen Bergretter Martin Gruber (nicht zu verwechseln mit dem Bergdoktor), der wohl wirklich kein perfektes Schriftdeutsch kann – ich ja auch nicht.
Ein Film, den ich mir sofort nochmal anschauen würde. Halt! Das geht sogar, denn er kommt diese Woche als Wiederholung auf einsfestival 


Samstag, 19.03. – Die Informantin

Auf diesen Film bin ich erst mal nur aufmerksam geworden, weil Ken Duken (ihr erinnert euch, er war auf der RingCon 2014 und dort supernett, vor allem beim Quasseln vor dem Hotel) auf seiner Facebook-Seite darauf hingewiesen hat.
Erst wollte ich gar nicht reinschauen, weil ich mir dachte, das ist bestimmt wieder so ein düsterer, typisch deutscher Krimi mit vielen brutalen Szenen. Sowas ist nicht unbedingt mein Ding und da kann es dann schon mal passieren, dass ich abschalte.
Irgendwie habe ich mich dann doch zu dem Film entschlossen, die Hinweise in meiner TV-Zeitung haben mich überzeugt und ich habe es nicht bereut.
Die Informantin ist ein gut gemachter Krimi, der beide Seiten ausleuchtet, die Guten (Polizei) und die Bösen (Drogendealer) und am Ende ist man sich gar nicht mehr so sicher, auf welcher Seite man nun wirklich steht. Auch hier ist das Ende etwas offen und man muss sich selber Gedanken machen, was denn nun aus dem doch sympathischen Drogendealer und der Informatin wird und ob die Methoden der Polizei immer so richtig sind. Und der Film zeigt auch gut, dass Kriminalbeamte auch nur Menschen sind ... 


Sonntag, 20.03. – Ku’damm 56

Gestern lief die erste Folge des Dreiteilers Ku’damm 56 und es stand schon nach 30 Minuten fest, dass ich mir die anderen Teile auch noch anschauen werde.
1956 gab es für niemand viel zu lachen, schon gar nicht für die Jugend. Mütter hatten das Ziel, ihre Töchter und Söhne möglichst gut „unter die Haube“ zu bringen. Rock’n Roll war Negermusik. Hier kamen gleich meine eigenen Erinnerungen hoch. Ok, 1956 war ich noch in „Abrahams Wurstkessel“, aber in den 60er Jahren hatte sich noch nicht viel geändert. Meine Mutter bezeichnete jede Art moderner Musik als Negermusik und rastete regelmäßig aus, wenn wir „rein aus Versehen“ den Beat Club eingeschaltet hatten. Heute früh habe ich sie darauf angesprochen und sie hat es mir wieder bestätigt. Alles, was damals modern war, durften wir nicht schauen, nicht einmal Raumpatrouille. Auch sie hatte das Ziel, ihre Kinder möglichst schnell und gut zu verheiraten. Tja … was dabei rausgekommen ist, ist eine andere Sache.
Zurück zum Film: Es wirkt übertrieben, die eine Tochter versagt in der Hauswirtschaftsschule, die andere heiratet zur Freude der Mutter – aber leider den falschen Mann, die dritte hat einen Job, der sie wohl auch noch in den Wahnsinn treibt. Das Ende von Teil 1 war ein ganz, ganz mieser Cliffhanger, sodass mir gar nichts anderes übrig bleibt, als heute Abend Teil 2 zu schauen. Böses, böses ZDF. Teil 3 kommt dann am Mittwoch und je nachdem wie dann das Gesamtpaket von Ku’damm 56 bei mir gewirkt hat, werde ich nochmal einen Blogeintrag dazu schreiben.


Vorschau auf Karfreitag: Duell der Brüder

Womit wir nochmal bei Ken Duken sind. Er ist aber nicht der Hauptgrund, warum ich mir den Film auf jeden Fall anschauen werde. Die Geschichte um die beiden Brüder, die Adidas und Puma gegründet haben, interessiert mich schon lange. Vor allem weiß ich nicht, warum sich die beiden so sehr zerstritten haben, dass sie bis zum ihrem Tod nicht mehr miteinander geredet haben. Klar, ich könnte jetzt googeln und das schnell rausfinden, aber das wäre jetzt dumm, denn ich will das aus dem Film erfahren.
Der Film ist aktuell in aller Munde, alle Medien berichten darüber, publizieren Interviews, jede TV-Zeitschrift ist voll damit und ich bin gespannt, ob ich begeistert oder enttäuscht sein werde.


Man sieht also, es gibt schon deutsche Produktionen, die sich lohnen. Man muss nur mal über den Tellerrand rausschauen und manchen Filmen einen Chance geben. Natürlich ist nicht alles gut und jedermanns Geschmack sowieso nicht. Ich bin zum Beispiel kein großer Tatort-Fan, nur Tatort Münster mag ich. Der Grund dafür ist, dass beim Tatort Münster auch Humor und eine gewisse Leichtigkeit eingebaut werden, was ich bei deutschen Produktionen häufig vermisse. Manches ist mir einfach zu düster. Klar, nicht immer sind Humor und Leichtigkeit angebracht, aber so ein kleines bisschen kann es doch nicht schaden, oder? Gerade in Momenten absoluter Spannung eine Bemerkung, Mimik oder Gestik steigern für mich das Fernsehvergnügen ungemein. Das darf natürlich nicht ins Lächerliche abdriften, oder deplatziert wirken, es muss einfach passen.

Es ist ja auch nicht so, dass Deutschland keine guten Schauspieler hätte, da könnte ich eine endlos lange Liste an Top-Schauspielern machen, aber besser finde ich, euch hier im Blog immer wieder anhand deutscher Filme, die mit unterkommen, darauf hinzuweisen.
Die schlechten Schauspieler, die es natürlich zuhauf gibt und die sich besser darauf beschränken würden, nur Leichen zu spielen, lasse ich aber außen vor. Ich bin mir aber sicher, ihr habt dazu auch gleich Namen im Kopf und Gesichter vor Augen. Aber lassen wir das …


Autor: Brigitte

Fotos: ARD, ZDF, TV Spielfilm, Ken Duken auf Facebook

Sonntag, 20. März 2016

Shadowhunters 1x10: This World Inverted aka. Cat-Content rettet die Welt

Was bisher geschah: 
Mein eingeschränktes Buchwissen hat langsam nichts mehr mit der Serie zu tun. Alec ist immer noch mit Lydia verlobt. Clary, Jace, Alpha-Leader-Werwolf Luke und frischgeschlüpfter Vampir Simon rebellieren gegen das Institut während Izzy ihrem Loverboy Meliorn das Leben rettet. Magnus wiederum ist nicht genug involviert in irgendeine dieser Plotlines, was eindeutig zu wenig Screentime bringt.

Die Folge öffnet mit einer Waldszene und Blütenblättern. Unmengen davon. Damit wir verstehen, dass dies eine andere Welt ist und um mal wieder ein zur Redewendung gewordenes Zitat zu verwenden, sagt Clary: „we're not in Kansas anymore.“ Fängt ja gut an. Meliorn erklärt, dass sie sich in der Seelie Glade befinden. Bisher sieht es aus wie ein Wald und auch das mysteriöse Portal, durch das sie gegangen sind, ist nirgends zu sehen. Eventuell ist es also doch Kansas.
Meliorn erklärt, dass Isabelle „the smart one in the family“ ist. Natürlich hat er Recht damit. Jace hat sich bisher intellektuell noch eher unauffällig verhalten und Alecs aktuelle Entscheidungen sprechen auch nicht für ihn. Wie klug es allerdings von Meliorn ist, Clary und Jace das geheime Geheimnis der Portale in anderen Dimensionen zu erzählen – etwas, das bisher nur Seelies wussten - wird sich sicher noch zeigen.

Alec und Izzy sind immer noch zerstritten. Wenigstens ist Alec noch nicht soweit der dunklen Seite zugewendet, dass er sich keine Sorgen um seine Schwester macht. Derweil geht Simon zu Luke und bittet ihn um Hilfe mit seiner neuen Vampirhaftigkeit. Er hat seine Vampir-Zähne nicht unter Kontrolle und auch wenn die anderen Werwölfe nicht unbedingt begeistert sind von seinem Auftauchen wird es ein Bonding Moment für Luke und Simon. Die beiden sind zusammen eigentlich ganz süß und lustig. Es tut den Charakteren gut, mal in einer Szene zusammen zu sein, in der sich nicht alles um Clary dreht.


Meliorn erklärt Clary, was passiert, wenn sie durch das Portal in die andere Dimension geht. Es ist ein alternatives Universum. Minutenlange Exposition folgt, in denen er erklärt, wie anders und gefährlich alles ist. Schon klar. Zum Glück hat Clary nicht zugehört oder alles sofort wieder vergessen und ist überrascht, dass ihre Familie in dem alternativen Universum ohne Shadowhunter durchaus anders ist. In einer netten Hommage an die Bücher sehen wir Werbung für Magnus Bane, in der Luke ein Buchhändler ist. Hodge taucht auch auf als Kampfsportler und natürlich Magnus selbst. Dieser ist eindeutig von zu wenig Glitzer umgeben. Ob der 90er-Jahre technicolor Hintergrund das ausgleicht, ist noch nicht klar.

Lydia lässt Izzy für Hochverrat verhaften. Währenddessen redet sie darüber, wie die Clave Gesetze davor schützen, dass Shadowhunter andere Shadowhunter bekämpfen. Offenbar ignoriert sie die gesamte Storyline um sich herum. Alec versucht halbherzig zu helfen. Langsam muss er wirklich etwas dafür tun, damit sein perfect hair nicht das einzig sympathische an ihm wird.


In der alternativen Realität trifft Clary – ganz zufällig natürlich – Simon, Izzy, Alec und Jace. Die Typveränderungen sind mir alle etwas zu gimmicky. Izzy ist nerdig. Zu erkennen daran, dass sie eine Brille, Zopf und Star Wars T-shirt trägt. Vielleicht kann sie jetzt noch bei „Eine wie Keine“ mitspielen und sich durch abnehmen der Brille und offene Haare in ein heißes Mädchen verwandeln. Für den Plottwist. Gähn.
Magnus taucht endlich auf und liest Clary die Tarotkarten. Alles dreht sich um Jace und die große Liebe der beiden. Die Alternativ-Katzen finden das genauso langweilig wie ich und stören die Sitzung. Der Cat-Content ist auch der erste große Vorteil, den diese Dimension im Vergleich zur anderen hat.

Alec möchte Izzys Freiheit damit erkaufen, dass er den Mortal Cup an die mysteriösen, viel-gehörten und noch nie gesehenen Ober-Shadowhunter gibt. Natürlich weiß er noch nicht, dass er den Becher schon länger nicht mehr besitzt. Als er das heraus findet (und dass Jace dafür verantwortlich ist), möchte er Jace durch seine Parabatai-Verbindung suchen. Izzy warnt davor, aber bisher hat das Ganze noch nicht richtig viele Vorteile für die beiden gebracht. Vielleicht wäre es eine interessante Abwechslung, wenn die beiden nun Ex-Parabatai wären.

Nachdem Clary und Magnus gemeinsam Magnus Magie wiederentdeckt haben (Nein, keine Metapher dieses Mal!!!), weist Clary ihn an, sich für die Party abends schick anzuziehen. Falls sie damit auf sein unglitzerndes Selbst anspielt, wären wir endlich einmal einer Meinung. In einem eher unrelevanten Nebenplot war Alternate-Izzy Kickboxen und braucht nun Clarys Make-Up Künste, um einen blauen Fleck zu überschminken. Im Gegenzug besorgt sie Magnus eine Einladung für die Party. Von Clarys Vater. Mit dem sie in dieser Dimension gut klarkommt. Macht Sinn.

Alec möchte sein Parabatai-Tracking auch gegen die Ratschläge von Lydia und Hodge weiter durchführen. Izzy ist ihm wichtiger als Jaces Freundin. Der Streit eskaliert bis er sich wütend sein Shirt auszieht. Die Anwesenden beschließen plötzlich sich Alecs Plan anzuschließen. Die Zuschauer auch. Er erwischt Jace, während dieser mit Meliorn gerade gegen Dämonen kämpft. Die Verbindung ist … oddly intimate. Ein Dämon nutzt den Moment, um in die friedliche dämonenfreie Alternativ-Dimension zu springen.


Clary lässt sich von Alternativ-Jace von ihrem Quest ablenken. No one saw that coming. Deswegen wird Magnus der Eintritt zur Party verwehrt bis Alec ihn hereinbittet. Die beiden flirten in vertauschten Rollen. Zweiter Pluspunkt für diese Dimension. Clary ist derweil in Alternativ-Clary absorbiert worden. Vermutlich durch den Tanz mit Jace. Magnus versucht sie mit Cat-Content davon zu befreien. Ich mag Alternativ-Magnus.

Luke und Simon wurden in dieser Folge übrigens von einem Beamten der polizeilichen Dienstaufsichtsbehörde verfolgt, haben Simon als Serienmörder inszeniert, ihn erschossen, dem Beamten dabei „das Leben gerettet“ und Luke bekommt dafür eventuell eine Medaille. Es ist ein bisschen wie eine komplett andere Serie, die nichts mit dem Rest der Charaktere zu tun hat.

Vollkommen unerwartet folgt Jace dem Dämon durch das Portal in die Alternativwelt und gemeinsam mit Clary töten sie den Dämonen. Dabei wird Jace verletzt. Alternativ-Magnus hat derweil das Portal gefunden, welches sie zu Valentine bringt und die beiden machen sich auf den Weg zurück in ihre Dimension. Wie vorhergesehen landen sie in Tschernobyl. Anstelle von Clarys Vater finden sie dort jedoch Jaces Vater! Plottwist. Nunja.

Autorin: Patricia
Bildquelle: shadowhunterstv.com. Bearbeitet von Sabrina.